Hochzeitsmesse bei porta

Für alle, die die Show im Sheraton verpasst hatten, kam hier die Gelegenheit!

Am Samstag den 23. Februar präsentierten unsere Schülerinnen und Schüler ihre wunderschönen Kreationen jeweils um 11:00 Uhr und 14:00 Uhr einem begeisterten Publikum.

Fotos: Sharleen Wenzel

Eines der großen Zeichen unserer Zeit ist die Schnelllebigkeit, die unter anderem durch das immer rasantere Wachstum unserer Informationstechnologie voranschreitet.
Ständig begleitet uns im Alltag der enorme Zeitdruck und die Worte: „Ich habe keine Zeit.“

Eine ganze Gesellschaft läuft der Zeit hinterher und ständig versuchen wir in unserem Tun immer schneller, effizienter und besser zu werden, unabhängig davon welche Branche es auch betreffen mag.
Besonders deutlich wird dies jedoch in der Modeindustrie. Immer zügiger müssen die Bedürfnisse der Kundschaft befriedigt werden um den Anschluss an die riesige Konkurrenz nicht zu verlieren, getreu dem Motto : Was heute „in“ ist, war bereits vorgestern „out“.
Eine ziemlich vergängliche Geschichte.

Eine der Sparten in der Mode, an der sich dieses Phänomen besonders zeigt, ist die Brautmode. Ein paar Anproben, einmal am Tag der Hochzeit getragen, und dann – so scheint es – ist alles vergangen. Betrachtet man die Brautmode unter diesem Aspekt so stellt sich die Frage, ob man nicht genau diese Vergänglichkeit zum Gegenstand einer Kollektion machen kann.

Man kann! Mit dieser Thematik haben sich die Schülerinnen und Schülers des ersten Semesters auseinandergesetzt und nach einer Möglichkeit gesucht, genau das zu transportieren. Dabei fiel ein besonderes Augenmerk auf die Wahl eines Materials, welches das Thema der Vergänglichkeit unterstützt.

In der Mode ist der ständige und vergänglichste Begleiter eines Designers das Papier.
Ob es erste Skizzen sind, die auf Papier festgehalten werden, Entwurfszeichnungen, die auf ihm entstehen, oder Schnitte, die auf ihm konstruiert werden. Papier ist nicht wegzudenken.
Lediglich die Umsetzung von Modellen erfolgt im gewünschten Oberstoff. Verfolgt man die Idee der Vergänglichkeit über das Material jedoch konsequent, so kann letztendlich auch die Umsetzung von Outfits aus Papier entstehen. Genau diesen Ansatz haben die Schülerinnen und Schüler gewählt. So sind rund 25 Brautkleider aus Papier entstanden, die das Thema der Brautmode und ihrer Vergänglichkeit unterschiedlich interpretieren.

Von ersten Skizzen auf Papier, über Entwurfszeichnungen auf Papier, hin zur Schnittkonstruktion auf Papier, bis zur letztendlichen Fertigung der Modelle aus Papier – ein nahtloser Prozess vom Anfang bis zum Ende.

zurück